Ein Traum am Dienstag - Die Busfahrt (23.09.2014)

Bus-Station Nürtingen

Ich bin in Nürtingen und musste mal wieder mit dem Bus nach Hause fahren.
Es war schon relativ dunkel. So lief ich zum Bahnhofsplatz und wie gewohnt zu meinem Bus-Steg.
Mein Bus-Steg war übrigens die letzte Insel.

Dort stand auch Markus S. ein alter Klassenkamerad aus der Schulzeit von Kirchheim.
Er saß früher rechts neben mir in der Schule.
Als er mich sieht, fragt er mich, was ich auf diesem Bus-Steg mache.
Denn normalerweise, hatten wir in Nürtingen immer zwei getrennte Inseln.

Seine Bus-Linie fuhr nach Grötzingen und meine ging nach Altdorf.
Keine der beiden würde sich kreuzen.

 

Damalige Bus-Linie

Da wir früher beide mit dem Kirchheimer Bus gekommen sind, kam es manchmal vor, das mein Bus schon weg war.
Also musste ich 30-60 Minuten warten bis der nächste kam.
Um die Zeit zu verkürzen, bin ich dann in seinen Bus eingestiegen und mit ihm nach Grötzingen gefahren.
Die 6 km bin ich dann zu Fuss nach Hause gelaufen und war immer vorher daheim, als mein Bus in Altdorf ankam.

Doch ich war auf der richtigen Insel. Ich prüfte sogar den Fahrplan.
Meine Unterhaltung mit ihm, scheint ihm ein wenig unangenehm zu sein.
Entweder es möchte den Kontakt vermeiden oder ist er nur schüchtern geworden?
Mein Gefühl sagt mir letzteres.

Ich unterhalte mich mit ihm und meinte dass der Bahnhof doch irgendwie anders aussieht.
Markus sagte mir, das sie den ganzen Bus-Bahnhof umgebaut haben.
Statt früher 10 Haltestellen sind nun nur noch 2 Haltestellen da.
Ich schaute mich um und sah, das selbst das letzte Haus vorgezogen wurde.
Scheinbar wurde wohl die Bus-Station revolutioniert.

Endlich kam der Bus, das warten war man schon Leid.
Er fuhr in die Bucht rein und machte wie gewohnt erst mal einen großen Bogen.
Von außen sah der Bus relativ normal aus.
Etwas modern, und die Scheiben waren komplett bedeckt.
Von außen konnte man also keine Leute sehen.
Hat sich wohl doch nicht viel geändert.

 

Alles einsteigen

Nun hält der Bus an unserer Insel und wir gehen rein.
Ich folge direkt Markus und beobachte was er tut.
Schließlich bin ich schon lange nicht mehr mit dem Bus gefahren.
So wie es aussieht muss man vorne gar nicht bezahlen.
Der Busfahrer wollte kein Geld.

In der Mitte vom Bus ist es relativ dunkel.
Fast schon wie ein Tunnel. Vorne am Busfahrer war hell.
Dann in der Mitte ein kleinen Bildschirm mit Eingabemöglichkeit und gerade aus die Treppe war beleuchtet.
Kein Wunder, dass man von draußen nichts sieht. Hier ist alles Finster abgedunkelt.

Markus legt seine Hand auf eine markierte Fläche drauf.
Ein leuchtender Rahmen, wie ein Mauspad genau passend für eine Hand.
Der Bildschirm leuchtet auf zeigt 1,50 Euro an und eine zweistellige ID.
Er bekommt noch eine Quittung und geht die Treppe rauf.

Scheint ja nicht schwierig zu sein.
Ich lege meine Hand drauf und bekomme eine dreistellige ID.
Komischerweise muss ich auch nichts bezahlen.
Muss wohl defekt sein, ich teste es gleich nochmals, aber nichts passiert.
Die Leute hinter mir drängten schon und drückten mich nach vorne.
Also schnappe ich mir schnell die Quittung und gehe die Treppe nach oben.

 

Der zweite Stock

Kaum oben angekommen, absolute Überraschung.
Der Raum war riesig! So groß wie die neue Bus-Station.
So was kann doch nicht möglich sein?

Die ersten haben sich schon einen Sitzplatz ausgesucht, aber vor mir war noch ein relativ hohes Geländer.
Schon wieder drängten die Leute, also suchte ich eine geschickte Position und kletterte auf das Geländer rauf.
Und sprang mit einem Satz auf der anderen Seite wieder runter.

Was für tolle Musik-Boxen überall. Ich wählte die goldene Mitte aus und ging die Treppen hoch.
Dort setzte ich mich genau in der Mitte zwischen zwei Boxen hin.
Die meisten Leute gehen eher nach links oder nach rechts.
Markus hat sich auf die linke Seite gesetzt.
Wir halten kurz einen Blickkontakt, aber es ist zu weit um untereinander zu reden.

Nun versenkt sich in der Mitte auch das Geländer, über das ich vorhin drüber klettern musste, in den Boden ab.
Hätten sie doch gleich machen können. Das Geländer hat irgendwie zwei Bereiche getrennt.
Schien mir aber eher überflüssig zu sein. Die Leute strömen rein und es wird langsam voller.
Und endlich fuhr der Bus los, wurde auch mal Zeit.

 

Die dreistellige ID

Kurz darauf kam ein Mann nach oben und fragte ob jemand eine dreistellige Zahl als ID bekommen hat.
Diese Leute haben nicht bezahlt. Schüchtern habe ich nichts gesagt, da meldet sich einer weiter rechts.
Und ging die Treppe hinunter in den ersten Stock.

Der Mann ruft nochmals: "Gibt es noch jemand, der noch nicht bezahlt hat?"
Jetzt wurde mir das schon peinlicher und meine Schüchternheit stieg an.
Sie nahmen einfach die Person rechts von mir mit. Er hatte auch eine dreistellige ID.

Gerade wollten sie über die Treppen nach unten gehen, da dreht sich der Mann um und fragt mich sanft und nett.
"Du hast doch auch noch nicht gezahlt oder?"

Ich nickte ganz schüchtern und zeigte meine Nummer auf der Quittung.
Da sagte der Mann ganz nett: "Na dann komm mal mit..."
Und ich folgte ihm die die Treppe runter.

Je tiefer ich ging desto mutiger wurde ich und meine Schüchternheit verflog.
Der Mann ging unten Wortlos am Kassensystem durch eine Tür durch.
Aber dort war gleich eine Frau die mich weiter betreute.
Es ist immer noch finster im ersten Stock.

 

Nicht gezahlt

Es stellte sich heraus, dass ich einfach manuell bezahlen musste.
Also altertümlich mit dem Geldbeutel, bares Geld auf den Tisch legen.
Ich bekomme auch keine Strafe und kostet mich genauso viel wie beim Markus 1,50 Euro.
Vermutlich war meine ID nicht im Computer oder es war einfach nur defekt.

Ich flirte sogar heftig mit der Frau und gab ihr das Geld aus meinem Geldbeutel in ihre Hand.
Genau passend hatte ich es.
Während dem ich ihr das Geld gab, lehnte ich mich ein wenig nach rechts und war verwundet.
Es war keine echte Frau, sondern nur ein Hologramm von ihr.
Von vorne sah das täuschend echt aus. Aber von der Seite sieht man, wie das Bild erstellt wird.

Ich verabschiedete mich heiß flirtend und ging wieder die Treppe hoch.
In der Mitte war jetzt eine riesige Kino Leinwand.
Das ganze Bussystem, hat sich passend dazu umgebaut.

 

Kino im Bus

Es wurde ein Film abgespielt, der ähnlich wie bei der Frau ein Hologramm erzeugt hat.
Absolut Super Cool! Eine 3D Figur redete und man kann die Figur von allen Seiten sehen, als ob es echt wäre.
Der Raum oben war fast voll besetzt. Ich schlängelte mich ein wenig durch und setzte mich an den Rand.
Genau auf der anderen Seite wo Markus sich befindet.

Es war so Atemberaubend, ich musste öfters nach draußen schauen, damit ich noch weiß wo ich bin.
In der Dunkelheit wusste ich nicht, ob ich noch ein paar Haltestellen vor mir habe oder schon zu weit war.
Nach ein paar Blicken, sah ich dann eine Minigolf Anlage.
Es muss also Neckarhausen sein. Nur seltsam, dass wir an der Minigolf Anlage vorbei gefahren sind.
Normalerweise sieht man die nicht.

Ich nahm mein Smartphone raus und machte von dem ganzen Raum Fotos.
Das musste ich unbedingt meinen Freunden zeigen.
Sogar einen Springbrunnen hatten sie in der Mitte vom Bus.
Ich stellte mir vor, das der Bus eigentlich ein großes breites V sein müsste.

Als ich im Bus nach vorne gehen wollte, fragte mich ein Typ ob ich mit will nach unten.
Ich meinte nein, ich mache noch ein paar Fotos und komme gleich.
Hat ja noch Zeit bevor ich aussteigen muss. Der Typ zuckte kurz mit den Schultern und ging runter in den ersten Stock.

Ich bin im Bus weit nach vorne gegangen und es wurde so langsam düster.
Es scheint ein Freilicht-Theater zu sein oder so was in der Art. Aber es war nichts los. Mehr ein Lagerplatz.
Als ich mich umdrehte, war keiner mehr da. Auch die Künstliche Intelligenz hat sich so langsam abgeschalten.
Ich lief wieder zurück zum Kino Bereich, dort wo die Leinwand war.

Das Geländer am Anfang ging wieder nach oben und ich musste mich schnell auf eine Seite entscheiden.
Es fielen auch Bänder von der Decke. Sie sind nur Handbreit, aber relativ viele.
Plötzlich falle ich nach unten, in ein großes Loch, was ich nicht gesehen habe.

Ich greif nach den Bändern und im gleichen Moment erwacht die Künstliche Intelligenz.
Als ob sie mich retten muss, sagt sie "Beschützen" und hilft mir.
Ich bekomme Angst und möchte aus dem Bus rennen.
Aber zuerst falle ich noch so langsam an den Bändern runter in den ersten Stock.

 

Spielhalle

Ich bin aber wohl in einer Spielhalle gelandet.
Etwas kommt entgegen und ich nehme die Pistole aus dem Spiele Automat und schieße darauf.
Es bleibt kurz stehen, aber es gibt keine sonderliche Reaktion.
Da die Waffe am Spielautomat mit dem Kabel noch dran hängt, gehe ich schnell rückwärts und nach links weiter zum Ausgang.

Von der Türe auf der anderen Seite des Raumes, kamen Junge Leute.
Alle bewaffnet stürmten sie in die Mitte in richtung Monster.
Sie wollten mir wohl helfen, aber ich war mir auch nicht so sicher. Es ging alles so schnell.
Ich wusste nicht mehr, wer Freund oder Feind ist.

Und ziehe eine neue Pistole aus dem nächsten Spiel Automat und versuche zu schießen.
Irgendwie funktioniert das nicht so richtig. Die vorhin hat wohl auch nicht so richtig funktioniert.
Die Pistolen sind wohl kaputt oder es fehlte nur die Freigabe?

 

Lieblingsdecke

Ich drehte mich um und wollte gerade weg rennen, so streifte ich meinen Kopf an meiner Lieblingsdecke.
Plötzlich ist alles wie in Zeitlupe. Den Geruch kenne ich. So beruhigend. So vertraut.
Als ich mich wieder gefunden habe, ging ich ein kleines Stück zurück um das ganze zu betrachten.

Ein Junge! Der im Mantel einen Ausschnitt meiner Decke hatte.
Wer war dieser Junge? Ich fühlte mich gleich mit ihm verbunden.
War er ein Freund? War es ich, nur in einer anderen Zeit?
Er schaute mich an und lächelte ganz leicht und freundlich.
Als ob er es erwartet hätte. Es macht ihm auch nichts aus.
Freut er sich für mich?

Das alles lief in realer Zeit relativ schnell ab.
Doch in diesen Momenten, war alles in Zeitlupe.
Der Junge schaute wieder langsam nach vorne auf den Gegner. Um auf das zuzugehen, wovon ich weglaufe.
Und die Zeit beschleunigt sich wieder.
Der Junge zog die Richtung weiter und ich flitzte in Richtung Tür.

Einem Meter von der Tür, blendet mich das Sonnenlicht durch die Scheibe.
Dadurch prallte ich voll auf das Glas und verursachte einen Glitch.
Verträumt und ein wenig besinnungslos sah ich nach draußen und wartete, dass sich meine Augen an das Licht gewöhnen.
Langsam erkenne ich die Bauarbeiter, welche zu mir winken.
Ich versuche mich wieder zu besinnen und winke ihnen zurück.
Nun sehe ich auch mein Wohnzimmer. Ich befinde mich in Beuren.

...und wachte dann im Schlafzimmer auf.